Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

Auch unsere BI war mit mehreren Mitgliedern beim gut organisierten Bürgerdialog der Niedersächsischen Bürgerinitiativen am 2.6.2016 in Hannover/Wülferode anwesend und so konnten alle Arbeitsgruppen mit Mitgliedern unser BI besetzt werden.

 

Das Erdkabel für den SuedLink in den Händen unser BI!

Je zwei Vertreter von TenneT (Planer), Bundesnetzagentur (genehmigende Behörde) und ABB (größter europäischer Hersteller von Erdkabeln), sowie je ein Vertreter des Landvolks und der Forsten, sowie der Sprecher der 20 betroffenen Landkreise (Tjark Bartels), Regionsdezernent Axel Priebs und zwei weitere Politiker standen Rede und Antwort.

 

 

 Der Schwerpunkt des Abends lag bei der Erdverkabelung des SuedLinks und so konnten einige Ergebnisse festgestellt werden:

Die Erdverkabelung des SuedLinks ist machbar!

Auch die Erdverkabelung ist ein massiver Eingriff in die Natur mit erheblichen Folgen.

Masten sind eine Umweltverschandelung, Erdkabel sind vorzuziehen.

Forst und Naturschutz sind für Erdverkabelung.

Bei den Landwirten gibt es unterschiedliche Meinungen, da viele Landwirte in den letzten Jahrzehnten negative Erfahrungen mit Erdverkabelungen von Gas, Strom oder Wasser gemacht haben, andere allerdings mit den Masten, die eine ordentliche Bearbeitung behindern.

Zur Breite der Erdkabeltrassen gab es leider keine konkreten Ergebnisse, da der Ausbaustandard noch nicht feststeht, heißt, je enger die zwei Kabelsysteme mit je zwei Kabeln in der Erde liegen, desto geringer die Trassenbreite, desto höher aber die Erwärmung der Erdoberfläche. Evtl. werden sogar zwei Gräben gegraben, um bei einem Schaden ein System reparieren zu können, ohne das andere abschalten zu müssen. Die ungefähre Breite wird zwischen 5 und 20 Metern liegen. Hinzu kommt während der Bauphase eine Baustraße und hinterher auf beiden Seiten ein Schutzstreifen von je 3 Metern. Die landwirtschaftliche Nutzung ist hinterher wieder möglich, im Wald dürfen in der Trasse allerdings kein Bäume wachsen.

Es gibt auch Verlegemethoden, die deutlich weniger Eingriff in die Natur bedeuten, als ein mit Bagger hergestellter Graben, aber auch teurer sind.

Zu den Kosten konnten leider auch keine Angaben gemacht werden, da der Ausbaustandard noch nicht festliegt.

Sensible Gebiete, z.B. Moore, Feuchtgebiete und auch einige Wälder sollen/müssen umgangen werden. Besonders für das Calenberger Land wurde die Forderung laut, keine Wälder, besonders den Deister zu durchschneiden, egal ob für Überspannung mit 120 Meter hohen Masten oder Erdkabel.

Besonders von den Landwirten wurde gefordert, dass die Erdverkabelung entlang von Infrastrukturen, zum Beispiel Autobahnen oder Bahntrassen durchgeführt werden soll, wo das nicht geht, möglichst unter Feldwegen.

Eine der Forderungen war, eine umfangreiche professionelle Baubegleitung um Folgeschäden in Forst und Landwirtschaft zu minimieren!

Die Kosten für den SuedLink müssen anders aufgeteilt werden. Zur Zeit bezahlen die Stromkunden, auf deren Gebiet die Masten stehen, heißt, in einigen Landkreisen in Niedersachsen, zum Beispiel der Region Hannover, wird ein Großteil der Kosten auf den kleinen Stromverbraucher abgewälzt, obwohl der SuedLink laut EU-Kommission für den europäischen Stromhandel gedacht ist und nur durch Niedersachsen führt und für Niedersachsen keine Vorteile bringt. Hinzu kommt, dass die stromintensive Industrie, die ca. zwei Drittel des Stromes in Deutschland verbraucht, überwiegend vom Netzentgelt befreit ist. Das wird dann auf den kleinen Stromkunden umgelegt. Konkret heißt das, wir zahlen die Zeche und haben aber nichts davon, lediglich die Nachteile!

Es wurde öfters die Notwendigkeit des SuedLinks hinterfragt. Unabhängige Experten bezweifeln die Notwendigkeit, allerdings ist das Projekt ein Milliardengeschäft und wird wohl so durchgeführt werden. Das sahen die anwesenden Planer und Erbauer natürlich anders, da die mit dem Bau Geld verdienen.

 

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