Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

Pressemitteilung der BI vom 5.5.2015

 Mindestens 3 Mastreihen SuedLink

 Am Dienstag, dem 5.5. fand auf Einladung der Bundesnetzagentur in Hannover eine Informationsveranstaltung zum Netzentwicklungsplan 2014 bis 2024 statt. Die Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink nahm mit sieben Personen aus Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen teil und konnte so alle Arbeitsgruppen besetzen.

Wie sich herausstellte, planen die Netzbetreiber, die drei Mastreihen für den SuedLink in den Jahren 2022, 2023 und 2024 in einer Trasse in Betrieb zu nehmen. Allerdings wird besonders beim SuedLink darauf hingewiesen, dass "neben Wind auch länderübergreifende Transite wesentliche Treiber sind und vor der Realisierung die Maßnahmen mit Blick auf ein europäisches Gesamtkonzept neu bewertet und möglicherweise weitere Maßnahmen mit diesen Partnern abgestimmt werden".

Besonders der SuedLink hat für die Stromtransite von Skandinavien nach Südeuropa für die Netzbetreiber eine wichtige Funktion. So soll im Jahr 2024 laut Angaben der Netzbetreiber mindestens so viel Transitstrom durch den SuedLink fließen, um zum Beispiel mehr als die Hälfte des Schweizer Stromverbrauchs zu decken!

Es zeigte sich eindeutig, mit drei Mastreihen ist nicht Schluss, später können noch weitere Reihen hinzukommen!

Netzbetreiber und auch die Bundesnetzagentur machten deutlich, dass sie an Freileitungen festhalten werden. Obwohl eine Erdverkabelung möglich ist und eine gute Alternative wäre, kommt sie nur in Ausnahmen zum Einsatz, im Calenberger Land ist eine Erdverkabelung aber gar nicht vorgesehen! Viele der anwesenden Bürgerinitiativen und Umweltverbände machten in der Erdkabeldiskussion mehr als deutlich, dass es ohne eine Erdverkabelung heftigste Widerstände geben wird!

Die ersten beiden Mastreihen sind im europäischem Netzentwicklungsplan vorhanden und in Deutschland per Gesetz schon festgeschrieben. Die dritte Reihe soll mit diesem Netzentwicklungsplan 2014 festgeschrieben werden.

Für die Bürgerinitiative Calenberger Land zeigte sich: Es ist keine Frage ob der SuedLink kommt, der wird durchgedrückt, auch das wann, (2022 bis 2024)  und wie, (als Freileitung), sind nicht die Frage. Die einzige Frage ist das wo! Und da gilt weiter das Motto: Keine Megamasten im Calenberger Land! Auf die Frage, warum die Mastreihen durch dicht besiedeltes Gebiet wie die Region Hannover geführt werden sollen, gab es keine ausreichende Antwort auf der Veranstaltung.

Bild: Bundesnetzagentur


 

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