Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

01.09.2015

Erneut steigert Deutschland seinen Stromexport. Laut Statistischem Bundesamt und Fraunhofer Institut wurde im 1. Halbjahr 2015 für mehr als eine Milliarde Euro mehr Strom aus- als eingeführt.

Der Bau von Stromleitungen wird in Deutschland überwiegend vom kleinen Endverbraucher bezahlt. Industrie und stromintensives Gewerbe sind größtenteils vom Netzentgelt befreit. Auch für den Verkauf von Strom ins Ausland muss keine Gebühr für die Nutzung der Netze bezahlt werden!

Hier der Link zu den aktuellen Infos des Fraunhofer Instituts.

Hier ein weiterer Link zu hervorragenden interaktiven Grafiken des Fraunhofer Instituts.


 

24.08.2015

Mitte August hat Tennet begonnen, die Westküstenleitung zu bauen, die in Brunsbüttel endet. Zur Erinnerung: Die beiden ersten Trassen des SuedLinks beginnen in Brunsbüttel und Wilster. In Wilster endet der NordLink aus Skandinavien, der sich schon länger im Bau befindet. An den beiden Endpunkten des SuedLinks sind die Weiterleitungen nach Mittel- und Südeuropa auch schon vorhanden.

Klar ist, hier werden die Voraussetzungen geschaffen, um den SuedLink durchzudrücken.

 

Es geht jetzt nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wie!

 

Daher:

Die BI Calenberger Land fordert eine umwelt- und menschenverträgliche

Erdverkabelung des SuedLinks mit transparentem Verfahren ohne Tricks!

Hier der Link zu einem aktuellem Bericht: Bericht NDR


 

29.07.2015

Am 28.7. hat TenneT beim Thema Erdverkabelung für den SuedLink aufgrund des Drucks vieler Bürgerinitiativen und der Hamelner Gruppe nachgegeben!

Jetzt ist laut TenneT die Politik gefordert, die entsprechenden Vorgaben und Gesetze zu machen!

Hier geht es zur Presseinformation von TenneT.


 

                                  Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Springe, Wennigsen am 28.7.2015

 BI Calenberger Land gegen SuedLink begrüßt Erdkabelvorrang beim SuedLink

 

Nachdem die Fraktionsspitzen von CDU,CSU und SPD am 1. Juli die Weichen für mehr Erdverkabelung beim SuedLink gestellt haben, ist auch die Planungsfirma TenneT umgeschwenkt und bevorzugt jetzt die Erdverkabelung beim SuedLink, unter anderem um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.

Die Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink, eine der größten Bürgerinitiativen gegen SuedLink in Deutschland, hält das für einen Schritt in die richtige Richtung und einen großen Etappenerfolg der Initiative, denn ohne den Widerstand der Bürgerinitiativen wäre es nicht so weit gekommen.

Noch bedarf es allerdings einer Gesetzesänderung und Vorgaben für die Planer. Die BI geht aber davon aus, dass der Gesetzesentwurf in der ersten oder zweiten Septemberwoche vorgelegt und noch im Herbst die notwendigen Mehrheiten im Bundestag bekommen wird.

Die BI ist jedoch weiterhin wachsam und achtet darauf, dass es - "auch durch die Hintertür"- keine großzügigen Ausnahmen von der Erdverkabelung geben wird!

Auch darf die von TenneT geforderte Beschleunigung des Verfahrens nicht auf Kosten der sowieso schon eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger/innen gehen!

 


 

 

Am 7. Juli knickte eine Windhose 14 Höchstspannungsmasten auf dem Gebiet von 50Hertz, wie TenneT einer der vier großen Netzbetreiber in Deutschland.

Die Verlegung von Freileitungen an Masten wurde immer als sicher und weniger störanfällig beschrieben als Erdverkabelung!!! Wie sich aktuell zeigt, ist es wohl nicht so, hier die Pressemitteilung von 50Hertz:

 

Berlin – Eine Windhose hat am Abend des 7. Juli bei Eisleben (Sachsen-Anhalt) 14Höchstspannungsmasten der von 50Hertz betriebenen 380-kV-Leitung zwischen Lauchstädt/Klostermansfeld und Wolmirstedt umgeknickt und drei weitere Masten beschädigt. Die Standorte der betroffenen Masten befinden sich bei den Orten Erdeborn (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Alberstedt (Saalekreis). Der Schaden ereignete sich aufgrund eines schweren Unwetters, das im Süden Sachsen-Anhalts weitere erhebliche Schäden, etwa abgedeckte Häuser, überflutete Straßen und umgeknickte Bäume, anrichtete. Die Stromversorgung im Höchstspannungsnetz von 50Hertz ist trotz der Schäden weiterhin gewährleistet. 50Hertz arbeitet bereits an der Errichtung einer provisorischen Leitung, um das Umspannwerk Klostermansfeld bei Eisleben wieder an einen zweiten Stromkreis anzubinden. Die Arbeiten hierzu sollen spätestens bis zum Ende der Woche abgeschlossen sein.


 

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