Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

                                  Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Springe, Wennigsen am 28.7.2015

 BI Calenberger Land gegen SuedLink begrüßt Erdkabelvorrang beim SuedLink

 

Nachdem die Fraktionsspitzen von CDU,CSU und SPD am 1. Juli die Weichen für mehr Erdverkabelung beim SuedLink gestellt haben, ist auch die Planungsfirma TenneT umgeschwenkt und bevorzugt jetzt die Erdverkabelung beim SuedLink, unter anderem um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.

Die Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink, eine der größten Bürgerinitiativen gegen SuedLink in Deutschland, hält das für einen Schritt in die richtige Richtung und einen großen Etappenerfolg der Initiative, denn ohne den Widerstand der Bürgerinitiativen wäre es nicht so weit gekommen.

Noch bedarf es allerdings einer Gesetzesänderung und Vorgaben für die Planer. Die BI geht aber davon aus, dass der Gesetzesentwurf in der ersten oder zweiten Septemberwoche vorgelegt und noch im Herbst die notwendigen Mehrheiten im Bundestag bekommen wird.

Die BI ist jedoch weiterhin wachsam und achtet darauf, dass es - "auch durch die Hintertür"- keine großzügigen Ausnahmen von der Erdverkabelung geben wird!

Auch darf die von TenneT geforderte Beschleunigung des Verfahrens nicht auf Kosten der sowieso schon eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger/innen gehen!

 


 

29.07.2015

Am 28.7. hat TenneT beim Thema Erdverkabelung für den SuedLink aufgrund des Drucks vieler Bürgerinitiativen und der Hamelner Gruppe nachgegeben!

Jetzt ist laut TenneT die Politik gefordert, die entsprechenden Vorgaben und Gesetze zu machen!

Hier geht es zur Presseinformation von TenneT.


 

Am 01.07.2015 haben sich die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD auf ein Eckpunkte Papier für eine erfolgreiche Umsetzung der sog. Energiewende geeinigt. Das Dokument gibt es hier zum download. Unsere Position lesen sie unter: "Bekommen wir Erdverkabelung?"


 

 

Am 7. Juli knickte eine Windhose 14 Höchstspannungsmasten auf dem Gebiet von 50Hertz, wie TenneT einer der vier großen Netzbetreiber in Deutschland.

Die Verlegung von Freileitungen an Masten wurde immer als sicher und weniger störanfällig beschrieben als Erdverkabelung!!! Wie sich aktuell zeigt, ist es wohl nicht so, hier die Pressemitteilung von 50Hertz:

 

Berlin – Eine Windhose hat am Abend des 7. Juli bei Eisleben (Sachsen-Anhalt) 14Höchstspannungsmasten der von 50Hertz betriebenen 380-kV-Leitung zwischen Lauchstädt/Klostermansfeld und Wolmirstedt umgeknickt und drei weitere Masten beschädigt. Die Standorte der betroffenen Masten befinden sich bei den Orten Erdeborn (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Alberstedt (Saalekreis). Der Schaden ereignete sich aufgrund eines schweren Unwetters, das im Süden Sachsen-Anhalts weitere erhebliche Schäden, etwa abgedeckte Häuser, überflutete Straßen und umgeknickte Bäume, anrichtete. Die Stromversorgung im Höchstspannungsnetz von 50Hertz ist trotz der Schäden weiterhin gewährleistet. 50Hertz arbeitet bereits an der Errichtung einer provisorischen Leitung, um das Umspannwerk Klostermansfeld bei Eisleben wieder an einen zweiten Stromkreis anzubinden. Die Arbeiten hierzu sollen spätestens bis zum Ende der Woche abgeschlossen sein.


 

Ergebnis Parteispitzentreffen zum SuedLink am 1. Juli

Position der BI

 

Erdverkabelung erhält Vorrang vor Freileitungen!?

 

Die Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink hält den in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgehandelten Kompromiss von Merkel, Gabriel und Seehofer für einen großen Schritt in die richtige Richtung.

Dem Vernehmen nach soll die Erdverkabelung des Suedlinks auch in Niedersachsen Vorrang vor den Freileitungen an riesigen Megamasten haben. Viele Bürgerinitiativen hatten genau das gefordert.

Noch bedarf es einer Gesetzesänderung, allerdings dürften die richtungsweisenden Entscheidungen der Parteispitzen wahrscheinlich zu der notwendigen Mehrheit im Herbst führen.

Die Erdverkabelung wird zwar immer für zu teuer angegeben, so bezifferte zum Beispiel die Bundesnetzagentur die Kosten auf einer Fachtagung in Kassel mit dem Doppelten. Hierbei wurden aber nur die Baukosten betrachtet, nicht die Folgekosten und Probleme von Freileitungen oder gar der Wertverlust von angrenzenden Grundstücken oder gesundheitliche Schäden! Zieht man diese Kosten hinzu, sind die Kosten für eine Erdverkabelung sogar günstiger!

Die Bürgerinitiative wird auch weiterhin Raumwiderstände erfassen, die gegen eine Trasse im Calenberger Land sprechen, den politischen Prozess weiterhin aufmerksam und kritisch verfolgen und nach der Sommerpause erneut Veranstaltungen durchführen. Denn noch gibt es keine gesetzliche Grundlage für den Vorrang der Erdverkabelung im Calenberger Land.


 

 

 

 

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