Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

Da schon bald im Bundestag über die Möglichkeit einer Erdverkabelung entschieden werden soll, haben wir aus diesem Anlass einen Brief an alle Bundestagsfraktionen verschickt.

Die Antworten werden wir hier veröffentlichen!


 

Hier gibt es die aktuelle Unterschriftenliste gegen den SuedLink im Calenberger Land als download. Die Listen bitte an die BI Calenberger Land gegen SuedLink senden. (Adresse im Impressum)


 

Im ZDF gab es kürzlich einen interessanten Beitrag, der die Größenverhältnisse der Magamasten verdeutlicht!

Ab Minute 23 beginnt der interessante Beitrag.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2403396/Deutschland-von-oben-4:-Stadt---in-HD


 

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den sogenannten Bürgerdialog ins Leben gerufen. Wer glaubt, er wäre am Verfahren beteiligt, hier eine Frage und eine Antwort von der homepage des Bürgerdialogs:

 

 

Auch der Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink hat eine Stellungnahme abgegeben:

„Stromnetzausbau in Ihrer Region: der SuedLink aus bundespolitischer Sicht und das Verfahren der Bundesfachplanung “

Ziel der Veranstaltung ist es, den Zusammenhang zwischen Energiewende und Netzausbau und den damit verbundenen Bedarf des SuedLink aus bundespolitischer Sicht zu beleuchten und über den aktuellen Stand der Bundesfachplanung zu informieren. Es ist unser Anliegen, von Ihnen ein Bild zu erfahren, wie sich der Diskussionsstand in Ihrer Region darstellt und zu welchen Themen und Fragen Gesprächsbedarf besteht.

Ob es sich hierbei um eine faire Veranstaltung handeln wird bleibt abzuwarten, denn wenn man bereits in der Einladung von “großen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen der Energiewende” spricht, wissen wir, was uns erwartet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Bundesnetzagentur, Übertragungsnetzbetreiber TenneT, die Deutsche Umwelthilfe – all unsere Gesprächspartner der vergangenen Monate wieder vereint, um uns zu erklären – ja was eigentlich?

Das vom Ministerium (also von uns!) finanzierte Projekt “Bürgerdialog Stromnetz” möchte uns den Zusammenhang zwischen Energiewende und dem Ausbau der Stromnetze erklären?

Man will offen und transparent mit den Bürgern diskutieren um  SuedLink und Co. zu rechtfertigen?

Wird man dann auch den Stromhandel – das energiepolitische Europa der Zukunft – beleuchten?

Wird man die Zusammenhänge zwischen Stromerzeugung, Strombedarf und Netzausbau fair und offen erläutern und uns die Rolle der Industrie und der Konzerne transparent darstellen können und auch wollen?

Wird man weiterhin alle gesundheitlichen Beenken abstreiten und uns der Ungewissheit überlassen?

Wir sind gespannt und hoffen, dass mit dieser Plattform “Bürgerdialog Stromnetz” nicht erneut unser Geld zum Fenster hinausgeworfen wird, für eine Veranstaltung deren oberstes Ziel es sein wird den Bürgerwiderstand zu brechen.

 


 

Pressemitteilung der BI vom 5.5.2015

 Mindestens 3 Mastreihen SuedLink

 Am Dienstag, dem 5.5. fand auf Einladung der Bundesnetzagentur in Hannover eine Informationsveranstaltung zum Netzentwicklungsplan 2014 bis 2024 statt. Die Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink nahm mit sieben Personen aus Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen teil und konnte so alle Arbeitsgruppen besetzen.

Wie sich herausstellte, planen die Netzbetreiber, die drei Mastreihen für den SuedLink in den Jahren 2022, 2023 und 2024 in einer Trasse in Betrieb zu nehmen. Allerdings wird besonders beim SuedLink darauf hingewiesen, dass "neben Wind auch länderübergreifende Transite wesentliche Treiber sind und vor der Realisierung die Maßnahmen mit Blick auf ein europäisches Gesamtkonzept neu bewertet und möglicherweise weitere Maßnahmen mit diesen Partnern abgestimmt werden".

Besonders der SuedLink hat für die Stromtransite von Skandinavien nach Südeuropa für die Netzbetreiber eine wichtige Funktion. So soll im Jahr 2024 laut Angaben der Netzbetreiber mindestens so viel Transitstrom durch den SuedLink fließen, um zum Beispiel mehr als die Hälfte des Schweizer Stromverbrauchs zu decken!

Es zeigte sich eindeutig, mit drei Mastreihen ist nicht Schluss, später können noch weitere Reihen hinzukommen!

Netzbetreiber und auch die Bundesnetzagentur machten deutlich, dass sie an Freileitungen festhalten werden. Obwohl eine Erdverkabelung möglich ist und eine gute Alternative wäre, kommt sie nur in Ausnahmen zum Einsatz, im Calenberger Land ist eine Erdverkabelung aber gar nicht vorgesehen! Viele der anwesenden Bürgerinitiativen und Umweltverbände machten in der Erdkabeldiskussion mehr als deutlich, dass es ohne eine Erdverkabelung heftigste Widerstände geben wird!

Die ersten beiden Mastreihen sind im europäischem Netzentwicklungsplan vorhanden und in Deutschland per Gesetz schon festgeschrieben. Die dritte Reihe soll mit diesem Netzentwicklungsplan 2014 festgeschrieben werden.

Für die Bürgerinitiative Calenberger Land zeigte sich: Es ist keine Frage ob der SuedLink kommt, der wird durchgedrückt, auch das wann, (2022 bis 2024)  und wie, (als Freileitung), sind nicht die Frage. Die einzige Frage ist das wo! Und da gilt weiter das Motto: Keine Megamasten im Calenberger Land! Auf die Frage, warum die Mastreihen durch dicht besiedeltes Gebiet wie die Region Hannover geführt werden sollen, gab es keine ausreichende Antwort auf der Veranstaltung.

Bild: Bundesnetzagentur


 

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