Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

Aus gegebenem Anlass haben wir am 29.4.2015 eine Mail an die Bürgermeister/innen der Calenberger Kommunen Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Springe und Wennigsen geschickt, hier der Text:
 
Sehr geehrte Bürgermeisterin, sehr geehrte Bürgermeister.
(Presse und BuTa-Abgeordneten z.K.)
 
Am Dienstag fand in Hannover der Fachdialog SuedLink statt. Obwohl der Schwerpunkt Siedlungsentwicklung und Bauleitplanung war, waren die Calenberger Kommunen nicht informiert und eingeladen.
Auch auf mehrfache Nachfrage wurden die Verwaltungen der Calenberger Kommunen wiederholt übergangen und erhielten keine Erlaubnis teilzunehmen. Somit werden einzelne Gruppen im sogenannten Fachdialog ohne Beteiligung der Kommunen gebildet, wie hier zum Beispiel Siedlungsentwicklung und Bauleitplanung, obwohl das Fachwissen ja besonders bei den Kommunen liegt.
Auch der Versuch unser Bürgerinitiative, einen Zuschauer dorthin zu schicken, scheiterte! Lediglich eine handverlesene Öffentlichkeit durfte als Zuschauer teilnehmen. Das sieht aus wie Hintertürdemokratie und kann so nicht akzeptiert werden.
 
Um die Bürger zu beruhigen und den Anschein zu erwecken, man könne sich demokratisch beteiligen, hat das Wirtschaftsministerium drei Gesellschaften beauftragt, eine neue Gesellschaft beschränkter Haftung zu gründen, den sogenannten Bürgerdialog Stromnetz. Hier dürfen dann Bürger und die Kommunen ihre Meinung sagen. Ein Recht auf Einarbeiten der Hinweise besteht aber nicht und ist im Planverfahren auch nicht vorgesehen.
 
 
Unsere Frage: Wie stehen Sie zu diesem Vorgehen von TenneT und erwägen Sie eventuell die Bundesnetzagentur oder das Wirtschaftsministerium als weisungsbefugte Behörde, zu informieren?
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink
 
 

21.04.2015

Auch 2014 konnten die vier großen Netzbetreiber in Deutschland noch einmal ihren Stromexport in die Nachbarländer steigern, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Allerdings rühmen sich erstmals die Netzbetreiber nicht mit diesem Ergebnis, wie in den Vorjahren, der Ball wird tief gehalten, denn auch der SuedLink ist zum größten Teil für den Stromexport gedacht und diese Diskussion kommt in der Öffentlichkeit zur Zeit nicht gut an!

2014 wurden insgesamt 36 Terrawattstunden mehr ausgeführt als eingeführt. Seit 2011, als die ältesten acht Atommeiler abgeschaltet wurden, hat sich der Exportüberschuss mehr als versechsfacht! Und laut den Netzbetreibern soll der Exportüberschuss in den nächsten Jahren noch gesteigert werden.

Wer mehr wissen möchte:  http://phasenpruefer.info/deutschlands-stromexporte-bricht-rekorde/

 


 

Am 27.2.2015 hat die Bundesnetzagentur das öffentliche Beteiligungsverfahren für den Netzentwicklungsplan 2014 eröffnet. Bis zum 10.4. liegen die Pläne öffentlich aus und bis zum 15.5. können Einwände getätigt werden.

Der Netzentwicklungsplan ist sozusagen der Oberplan für alle zukünftigen Stromtrassen für 10/20 Jahre in der Zukunft.

Im Netzentwicklungsplan 2014 ist im Szenariorahmen bis 2024 und bis 2034 auch der SuedLink im Korridor C enthalten.

Schon jetzt ist zu erkennen, dass geplant ist, bis zum Jahre 2034 zwei weitere Mastenreihen (alle zusammen insgesamt 10 Gigawatt) neben der ersten SuedLink-Reihe im Korridor C  zu installieren (Seite 76 und 77).

An eine Mastenreihe können maximal 4 Gigawatt, das jetzige Verfahren SuedLink hat 2 Gigawatt.

Eine ausführliche Analyse und Bewertung wird es Anfang April an dieser Stelle geben.

Der Netzentwicklungsplan ist zu finden unter: www.netzausbau.de


 

 

Am 06.02.2015 haben wir dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil einen offenen Brief geschrieben, um die Landespolitik dazu aufzufordern, die niedersächsischen Interessen zu vertreten, wie dies aktuell in Bayern geschieht:

Download Brief

 

 

 

 


 

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