Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

SuedLink geht in die nächste Phase

Letzte Woche hat die Bundesnetzagentur die nächse Phase für den SuedLink eingeläutet.
Bisher hat der Planer TenneT breiträumig nach Trassenmöglichkeiten gesucht und auch vorgeschlagene Alternativen untersucht.
Jetzt hat die Bundesnetzagentur die fachliche Richtigkeit der bisherigen Planungen bestätigt und TenneT mit den weiteren Planungen beauftragt.
In diesem Schritt werden die beiden noch vorhandenen Alternativen gleichberechtigt und ergebnisoffen miteinander verglichen.
Die Alternativtrasse durch das Calenberger Land geht von Ostermunzel über Lathweren, Göxe und Ditterke bis zum Benther Berg.
Eine weitere kleinräumige Alternative geht von Lenthe, Northen und Everloh bis zum Benther Berg.
Von dort geht es über den Erichshof, vorbei an Gehrden bis zum Bahnübergang Weetzen und weiter in Richtung Süden.
Dann am Ortsrand von Holtensen entlang, der Deister wird zwischen Steinkrug und Bennigsen passiert und es geht weiter an Völksen vorbei in Richtung Süden.
Zur Zeit ist nur eines klar, es wird entweder die Strecke im Osten der Region werden oder die Strecke durch das Calenberger Land.
Die Gefahr ist noch nicht gebannt und die BI Calenberger Land gegen SuedLink begleitet die Planungen weiterhin kritisch.
 
Hier ist die Mitteilung der Bundesnetzagentur zu finden:
https://www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/bbplg/03/B/de.html
 
Hier gibt es links zu weiteren Informationen:
http://www.gegensuedlink.de/index.php/suedlink
 

Große Betroffenheit der Calenberger Kommunen durch SuedLink!

 

Am Dienstag dem 13.6. startet ab 9:00 Uhr in Hannover die sogenannte Antragskonferenz der Bundesnetzagentur für den SuedLink im Raum Hannover. Nach einer Einführung ins Thema können hier noch Hinweise für das weitere Vorhaben abgegeben werden. Noch einmal zur Erinnerung: Der SuedLink soll über eine Strecke von ca. 700 km als Erdkabel mehr Strom transportieren, als in drei durchschnittlichen deutschen Atomkraftwerken produziert wird! Die Trasse wird während der Bauphase breiter sein als eine Autobahn mit 12 Spuren und könnte quer durch das Calenberger Land gehen. Klar ist, auch die Erdverkabelung ist ein massiver Eingriff in die Natur.

 

Gab es bisher vom Planer TenneT nur drei Trassenabschnitte, die das Calenberger Land betreffen, ist jetzt noch ein Trassenabschnitt hinzugekommen, den das Land Thüringen auf der Antragskonferenz in Thüringen eingereicht hat. Das Land Thüringen lehnt den SuedLink in Thüringen ab und hat auch eine Trasse über Hessen vorgeschlagen, was das Land Hessen aber ablehnt.

TenneT hat den Trassenabschnitt 57 eingereicht, der über Ostermunzel, Lathwehren, Göxe, Ditterke bis zum Erichshof geht, den Trassenabschnitt 58, der vorbei an Lenthe, Northen, Everloh bis zum Erichshof geht und den Trassenabschnitt 59, der vom Erichshof zwischen Gehrden und Ronnenberg, vorbei an Weetzen und Holtensen und zwischen Bredenbeck und Süllberg und zwischen Steinkrug und Bennigsen Richtung Süden bis Eldagsen geht. Das Land Thüringen hat nur einen groben Korridor eingereicht, der über Barsinghäuser Gebiet zwischen der A2 und Gross-Munzel, Landringhausen und Wichtringhausen liegt.

Wie die Bundesnetzagentur und TenneT immer wieder betonen, wurden die Korridorvorschläge von TenneT auf Basis von überregionalen Kriterien erarbeitet, im Rahmen der nun folgenden Bundesfachplanung werden regionale Untersuchungen in den Korridoren stattfinden. Erst auf Basis dieser detaillierten Informationen wird die Bundesnetzagentur - unabhängig von der Ersteinschätzung - einen Korridor für die weitere Planung festlegen.

Die BI betont noch einmal: Noch ist alles offen!!!

Zur Zeit macht auch die EU Druck auf die Planungen, das Projekt ist als wichtig für den Europäischen Stromhandel eingestuft worden (Projekt PCI 2.10). Auch haben die skandinavischen Länder eine Klage vor der EU gegen Deutschland angedroht. Der Strom der Skandinavier kommt mit dem Seekabel NordLink in Wilster an, von wo der SuedLink starten soll, der bis zum AKW Grafenrheinfeld geht. Von dort liegen schon die Verteilerleitungen nach Südeuropa. Zur Zeit können die Skandinavier ihren Strom aber nicht weiterleiten. Wie früher bei deutschen Autobahnen, vor Einführung der LKW-Maut, wird der Strom von europäischen Nachbarn kostenlos durchgeleitet. Sie müssen hierfür keinen Cent bezahlen. Allerdings ist bei der sogenannten Stromautobahn die Abnahme oder das Hinzufügen von Strom aufgrund der Gleichstrom-Technik nicht möglich! In Wilster wird eingespeist, in Grafenrheinfeld entnommen! Hinzu kommt, dass deutsches stromintensives Gewerbe und Industrie auch noch größtenteils von den Netzentgelten befreit ist. Beide Kostenstellen werden voll auf den kleinen Stromverbraucher abgewälzt! Klar ist, die Zeche für den SuedLink zahlen die deutschen Bürger. TenneT, zu 100% in Besitz des holländischen Staates, ist eine garantierte Rendite des eingesetzten Kapitals von über 9% jährlich zugesagt worden, finanziert durch das Netzentgelt.

Sicherheitshalber hat der deutsche Bundestag beschlossen, dass der SuedLink wichtig für das deutsche Gemeinwohl ist und gleichzeitig alle rechtlichen Prüfungsmöglichkeiten und Rechtsbegehren von Betroffenen ausgeschlossen. Somit können zum Beispiel Landwirte ohne Möglichkeit des Rechtsweges enteignet werden.

Die BI wird bei der Antragskonferenz anwesend sein und fordert alle evtl. Betroffenen auf, diese Möglichkeit der Beteiligung zu nutzen und aufzuzeigen, warum das Calenberger Land schutzwürdig ist.

Auf der Webseite der BI: www.gegensuedlink.de gibt es für Interessierte weitergehende Informationen und diverse links zum Thema SuedLink!

 

Am 22.11.2016 veröffentlichte der Stern einen Artikel zum Thema SuedLink und Bauern.

Eckhard Seemann, Bauer aus Wennigsen/Bredenbeck hat hier Position bezogen.

Hier geht es zum Stern!


 

 

9. Mai 2017

Die Landesregierung Thüringens hat bei der Antragskonferenz einen neuen Trassenverlauf für den SuedLink vorgeschlagen.

Hier geht es zu einem Bericht des MDR mit Möglichkeit, den Vorschlag als Karte downzuloaden!


 

Liebe BI-Interessierte.

 

Unser Hauptziel ist erreicht, es wird keine Megamasten im Calenberger Land geben.

Aber, wir bleiben am Ball, auch bei der Erdkabelvariante und sammeln weiter Raumwiderstände (siehe unten).

Denn auch die Erdverkabelung ist ein massiver Eingriff in die Natur. Die Bautrasse für die Erdverkabelung ist mit 60 Metern breiter als zwei sechsspurige Autobahnen mit Standstreifen nebeneinander. Diese Schneise wird sich während der Bauzeit quer durch das Calenberger Land ziehen und zu erheblichen Behinderungen in vielen Bereichen führen. Hinterher wird ein 20 Meter breiter Streifen von Bäumen freigehalten werden müssen. Landwirtschaftlich kann er aber genutzt werden.

Positiv hervorzuheben ist, dass zu 100% Erdverkabelung vorgesehen ist und während der Bauphase wird es eine bodenkundliche und eine ökologische Baubegleitung geben.

Ebenso erfreulich ist, dass der Deister und andere Wälder im Calenberger Land nicht mehr berührt werden. Auf der gleichen Trasse werden allerdings in Seelze hochwertige, in der höchsten Schutzstufe eingestufte, Wälder zerstört. Es wird auch nötig sein, zum Beispiel in Göxe, Holtensen und anderen Orten die Erdverkabelung fast an den Grundstücksgrenzen zu verlegen und so wird es eine Siedlungsentwicklung in diesem Bereich nicht mehr geben! Die Strecke führt aber auch durch Wasserschutzgebiete und Vorranggebiete Grundwasserschutz und ein wichtiges Vogelschutzruhegebiet.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Böden im Calenberger Land nicht geeignet sind für Erdkabel und viele weitere schützenswerte Bereiche massiv beeinträchtigt werden.

Selbst TenneT gibt in einer ersten Stellungnahme zu, dass die Strecke im Calenberger Land "über erosionsgefährdete und feuchte verdichtungsempfindliche Böden, Vorranggebiete Schwerpunkt Tourismus/Erholung sowie Natur und Landschaft, Landschaftsschutzgebiete und Überschwemmungsgebiete verläuft".

Daraus ergibt sich die Frage, warum dann so ein Trassenvorschlag gewählt wurde, der durch ein dicht besiedeltes und reich strukturiertes Gebiet führt.

TenneT bietet die Möglichkeit an, sogenannte Raumwiderstände (Gründe, die gegen eine Erdverkabelung sprechen) bis zum 29.11.2016 auf ihrer homepage einzutragen. Diese sollen dann eingearbeitet werden.

Da das Verfahren etwas kompliziert ist, bieten wir Unterstützung an.

Raumwiderstände unter genauer Ortsangabe können per Mail bis zum 20.11.2016 an unsere E-Mail-Adresse gesendet werden, wir tragen diese dann bei TenneT ein.

Wer genau wissen will, was Raumwiderstände sind, kann sich unter folgendem Link bei TenneT informieren, von dort geht es auch zur Onlinebeteiligung:

http://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedlink/erdkabel-korridore/online-beteiligung/


 

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